1992 bis 2001

Das Fest fand vom 24. bis 27. Juli 1992 in Verbindung mit der Kirmes unter Schirmherrschaft von Peter Ritzerfeld statt, wobei bei herrlichem Sommerwetter der Sportplatz einen idealen Austragungsort für die Veranstaltung bot. Erstmals wurde das Fest mit dem großen Zapfenstreich eingeleitet.

 

Bild TKO 1992

Unser Korps beim Zapfenstreich

 

Zuvor war beim Festbankett Gerhard Caron mit dem goldenen Ehrenzeichen des Volksmusikerbundes für seine herausragenden Verdienste um unser Korps aus­gezeichnet worden. Bereits am frühen Sonntagmorgen fanden sich viele Spielleute in unserem kleinen Ort ein, um beim Solistenwettstreit und dem Spiel in kleinen Gruppen ihr Können unter Beweis zu stellen. Am Nachmittag des 26. Juli marschierten 33 Gastvereine beim Aufzug durch unseren festlich geschmückten Ort. Die Presse sprach damals vom „schönsten und großartigsten Festzug in Ophoven – und sogar im ganzen Stadtgebiet – seit vielen Jahren“. Im Jahre 1992 wurde unser Verein als „gemeinnützig zur Förderung kultureller Zwecke“ auch vom Finanzamt anerkannt, was der Vereinskasse in Bezug auf Spenden eine wesentliche Verbesserung brachte.

1993 führte unser Weg erstmalig ins Schwalm-Nettetal. Seither verbindet uns eine herzliche Freundschaft mit der Schützenbruderschaft Waldniel. Regelmäßig begleiten wir die dortigen festlichen Aufzüge. Angenehmer Nebensffekt ist, dass sich aus dem Engagement in Waldniel weitere für unseren Verein lukrative Verpflichtungen im Niederkrüchtener Raum ergaben. Ein für den Verein besonderer Anlass bot sich bei der Kirmes 1993, hatte doch unser aktives Mitglied Toni Merkens zum Kaiserfest geladen.

Zu unserem großen Bedauern trennten sich 1994 nach über 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit die Wege mit unserem Übungsleiter Jack H. Berghs. Nach langer intensiver Suche fanden wir 1995 in Hans Götte aus Tüddern einen qualifizierten Nachfolger. Dieser brachte sofort „frischen Wind“ in den Verein und riet uns zur Anschaffung  neuer Instrumente. Wir wechselten auf Holzflöten in B-Stimmung, was unserer Musik einen weicheren Klang verlieh.

Nach einer ereignisreichen Saison 1996, in der unter anderem das 60-jährige Vereins­jubiläum des SV 36 Ophoven auf dem Programm stand, begannen wir mit den Vorbereitungen auf unser im Jahre 1997 geplantes Jubelfest. Leider verstarb im Dezember 1996 unerwartet unser Ehrenmitglied Gerhard Biermanns, der die Schirmherrschaft über unsere Festlichkeiten übernehmen wollte. Sein Einsatz, aber vor allem sein Frohsinn und seine Geselligkeit werden uns unvergessen bleiben. Kurz vor dem Jubiläumsfest anl. des 75-jährigen Bestehens unseres Vereins erweiterten wir unsere Uniform noch um eine Kleinigkeit. Ein Ärmelwappen weist uns von da an auch bei auswärtigen Auftritten als „Ophovener“ aus.

Vom 22. bis 24. August 1997 feierten wir unser 75-jähriges Vereinsjubiläum unter der Schirmherrschaft von Josef Schwartzmanns. Bereits der Festgottesdienst bildete ein Novum, war er doch von einigen Korps­mitgliedern auf „platt“ gestaltet worden. Und die Mundartpflege setzte sich auch beim Festbankett fort, wobei nicht nur die älteren Besucher ihre helle Freude hatten. Der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung war aber der prächtige sonntägliche Festzug. Insgesamt 33 Gastvereine zogen bei tropischer, fast unerträglicher Hitze durch unseren Ort. Insbesondere die Darbietungen des Weltmeister-Korps aus Montfort hatte es dabei den Gästen und Zuschauern angetan. Insgesamt konnte man ein überaus positives Resümee ziehen, nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell.

Bild TKO 1997

Im Jubiläumsjahr 1997

Für den von allen gezeigten Einsatz bedankte sich unser Korps dann im An­schluss an die Festivitäten mit einer Grillparty. Zuvor wurde eine "Kaffeefahrt" mit einem nicht ganz gewöhnlichen Bus unternommen, bei der die Sehenswürdigkeiten der Region bestaunt werden konnten. Und auch der üppige Präsentkorb begeisterete die Teilnehmer.

Im Jubiläumsjahr konnten wieder sechs Jugendliche aus unserem Ort für unseren Verein gewonnen werden, die eine musikalische Ausbildung in den Reihen des Trommlerkorps suchten. Auch musikalisch konnten wir einen schönen Erfolg verbuchen, denn beim Wettstreit im niederländischen Montfort errangen wir unter starker Konkurrenz den 2. Preis in der Oberstufe. Im Mai 1998 erspielten wir uns beim Wettstreit in Obspringen den 1. Preis in der Mittelstufe. Im Jahr 1998 konnte dann erstmals in Ophoven kein König für die Kirmes ge­funden werden, was dem Treiben des Trommlerkorps jedoch keinen Abbruch tat. Kurzerhand wurde ein „vereinsinterner König“ auserkoren, dem nun die Ehre zustand, das Korps über Kirmes zu „beköstigen“. Und da bei „Käevere“ Gäste immer gerne gesehen sind, fiel die Wahl auch nicht allzu schwer. Damit war auch diese Kirmes für unseren Verein „gerettet“! Bei der Generalversammlung 1998 musste dann ein neuer Vorsitzender gesucht werden, da der bisherige 1. Vorsitzende Arno Vieten nach 10 jähriger Tätigkeit ebenso wie andere Vorstandsmitglieder nicht mehr für ihr Amt zur Verfügung standen. Aber auch dies stellte sich für unseren Verein nicht als Problem dar, denn in Michael Biermanns ward schnell ein neuer erster Vorsitzender gefunden. Und auch die anderen Vorstandsposten waren nach kurzer Zeit besetzt. Das in den Vorjahren gezeigte Engagement in Bezug auf Karneval, das kurze Zeit etwas vernachlässigt worden war, wurde 1999 wiederbelebt, jedoch nicht zur Karnevalszeit, sondern bereits zum Jahreswechsel unter dem Motto: „Stöckskes 98“. Und da hier auch der Zuspruch der Ophovener wieder zu spüren war, setzten wir die Tradition im nächsten Jahre fort – hier aber wieder zur Karnevalszeit. Nach einer Neuanschaffung von Karnevalskostümen kann man uns seit 1999 bei Umzügen in der 5. Jahreszeit als Harlekine bewundern.

Am 06. Juno 1999 wirkten wir beim WDR-Konzert auf dem Wassenberger Burgberg mit. Das Konzert wurde live auf WDR 4 ausgestrahlt. Auch dies bestärkte uns darin, weiterhin großen Wert auf die musikalische Qualität unserer Darbietungen zu legen.

Da auch unsere Sommerfeste und Bleekfeste etwas eingeschlafen waren, ver­anstalteten wir im August 2000 ein „Bauernfest“ mit großer Bauernolympiade. Der Zuspruch der Dorfbevölkerung war sehr gut und so beschlossen wir, für die Zukunft das Bleekfest zu etablieren. Gemeinsam mit den Korps aus Birgelen und Kempen richteten wir ein Zeltlager für die Jugend und einen gemeinsamen Kameradschaftsabend aus. Hierdurch wurde die bereits bestehende Freundschaft weiter vertieft und es war der Auftakt vieler gemeinsamer Aktivitäten. Im September 2000 konnte unser Verein dann wieder eine außergewöhnliche Ehrung durchführen. Im Rahmen eines Mitgliederabends wurde Willi Ritterbecks für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Bei der Ende des Jahres stattgefundenen Jahreshauptversammlung wurde dann ein neuer 1. Vorsitzender gesucht, da Michael Biermanns auf Grund seines Studiums nicht mehr die Zeit fand, den Verein zu führen. Ihm folgte Gerd Fuhrmann, der dem Vorstand bereits 21 Jahre in verschiedenen Funktionen angehörte. Eine Bereicherung für unser Korps ist aus dem Jahre 2001 zu vermelden, war es doch gelungen, insgesamt 12 !! Jungen für unser Tun zu begeistern und zu neuen Musikern auszubilden. Den Wettstreit in Melick/NL am 10.06.2001 verließen wir als erfolgreichstes Korps. Insgesamt 5 Pokale durften wir nach den Prüfungen unser eigen nennen; darunter die Ehrenpreise für das Wertungspiel und den Tambourmajor.

Da sich im Laufe des Jahres abzeichnete, dass der Übungsleiter Hans Götte seine Tätigkeit bei uns einstellen würde, hatte der Vereinsvorstand schon frühzeitig Ausschau nach einem Nachfolger gehalten. Den fand man dann in Jo Hamers aus Landgraaf/NL, der seit dem 09.01.2002 den Verein musikalisch betreut. So konnten wir uns voll und ganz auf die Vorbereitung des Jubiläumsfestes aus Anlass des 80-jährigen Bestehens unseres Vereins konzentrieren.